Tierschützer und Tierversuchsgegner e.V


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Zwei ungewollte Fellknäule

Notfellchen Tagebuch

Bandit und Mausi

Die Geschichte von Bandit und Mercedes steht stellvertretend für die Not, in die nicht kastrierte Katzen kommen können. Die Mutter der Beiden hatte wahrscheinlich keine Milch, um die Kitten ausreichend ernähren zu können.
Ein großes Dankeschön an die Tierfreundin, die uns um Hilfe gebeten hat. Hätte sie sich der Kätzchen nicht angenommen, wären sie in kürze gestorben.
Wir möchten Sie – liebe Leser – daher dringend bitten:
LASSEN SIE IHRE KATZEN UND KATER KASTRIEREN!
Und falls auch Sie eine Katze in Not sehen: Schließen Sie nicht die Augen.
Rufen Sie uns – oder eine andere Hilfsorganisation – an, damit man sich um die Tiere kümmern kann.



Bandit und Mausi

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12.05.2011
Eine Tierfreundin findet im Grünstreifen am Straßenrand zwischen
Bodendeckern zwei Katzen-Kitten und bittet uns um Hilfe.
Die Kitten werden abgeholt. Bandit, ein rotes Katerchen bringt ganze 220 g
auf die Waage. Sein rechtes Auge ist völlig vereitert, ebenso der Nabel.
Seine Schwester Mausi sieht besser aus, ist aber ebenso abgemagert wie
Bandit. Wir schätzen, sie sind maximal 4 Wochen alt.
Zuhause erst einmal das Auge von Bandit auswaschen und schnell Fläschchen
richten. Der Appetit ist nicht besonders groß. Nach dem Fläschchen noch
die ca. 30 Zecken entfernen und hoffen, dass beide die Nacht überstehen.

13.05.2011
Beide haben die Nacht überstanden. Also ab zum Tierarzt, Nabel und Auge
von Bandit behandeln lassen und Mausi durchchecken. Das Auge von Bandit
kann nicht mehr gerettet werden. Er wird mit Antibiotika versorgt.

14.05.2011
Die Antibiotika schlagen an, Bandit bekommt langsam etwas mehr Hunger.

23.05.2011
Der Zustand der Beiden wird immer besser. Bandit wirft nun 409 g in die
Waage, wird von Mausi mit 570 g aber weit abgeschlagen.
Den Fläschchen ist nun schon Kitten-Futter beigemischt. Die Kleinen sind
damit länger satt und schlafen zufriedener.
Wenn sie sich weiter so gut entwickeln, dürfen sie in ca. 4 Wochen ausziehen.
Bandit hat bereits ein Herz erweicht, wir sind gespannt, ob der Auszug
wirklich klappt.

29.05.2011
Wir sind nun schon ganz "große" Kitten, wir gehen jetzt nämlich ganz alleine auf´s Katzenklo und erzählen nun unser Tagebuch auch selber.

02.06.2011
Abends dürfen wir jetzt mit den großen Katzen spielen. Das ist toll, dadurch trainieren wir unsere Muskeln und unseren Gleichgewichtssinn. Die meisten der großen Katzen mögen aber nicht um uns sein, wenn wir durchs Zimmer kullern. Sie gehen uns dann lieber aus dem Weg. Aber die Bonny spielt mit uns. Das Pflegepersonal lacht sich dann tränen, wenn sie uns zugucken.

14.07.2011
Wir haben uns zu tollen Schmusern entwickelt und können ganz prima schnurren. Spielen ist auch ganz toll, auch mit der kleinen Froschi. Der bringen wir allen Blödsinn bei, der uns einfällt.
Wir sind jetzt alt genug, dass wir in ein neues Zuhause umziehen können. Deshalb haben wir eine Suchanzeige für ein neues Heim bei den Vermittlungskatzen (Kitten und Halbstarke) aufgegeben.

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