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Sterilisation und Kastration - der Unterschied
Viele Laien, aber auch manche Tierfreunde, glauben, weibliche Tiere werden sterilisiert, männliche kastriet. Das stimmt so nicht! Jedes männliche und jedes weibliche Tier kann sowohl sertilisiert als auch kastriert werden. Bei der Kastration werden die Keimdrüsen entfernt, das heißt, beim männlichen Tier die Hoden, beim weiblichen Tier die Eiderstöcke. Bei der Sterilisation werden lediglich die Samen- bzw. die Eileiter durchtrennt und ein Teilstück von ca. 1 Zentimeter länge entfernt. Doch was sind die Vor- und Nachteile der jeweiligen OP-Methode?
Kastration:
Durch die Entfernung der homonproduzierenden Drüsen werden die Tiere nicht nur unfruchtbar, sie ändern auch ihr Verhalten. Kater prügeln isch in der Regel weniger und unterlassen das Markieren, vorausgesetzt, der Eingriff erfolgt früh genug. Kastrierte kätzinnen haben weniger Tumore der Milchdrüse als unkastrierte. Erkrankungen der Gebärmutter, die bei unoperierten Kätzinnen vorkommen, treten nach Entfernung derselben naturgemäß überhaupt nicht mehr auf. Es sprechen also mehrere gesundheitliche Aspekte für eine Kastration. Oft heißt es, dass die Tiere nach der Operation dick werden. Das hängt nur vom Besitzer ab. Nach der hormonellen Umstellung sinkt der Grundumsatz, die Tiere brauchen weniger futter. Wird dies bei der Fütterung stets bedacht, nehmen sie auch nicht zu.
Sterilisation:
Bei ordnungsgmäßer Operation unterbindet die Sterilisation die Fortpflanzungsfähigkeit genauso, wie die Kastration. Der Eingriff kostet nach der Gebührenordnung für Tierärzte das selbe wie die Kastration. Das Sexualverhalten bleibt unverändert, die Risiken für Gesäugetumore und Gebärmuttererkrankungen bleiben auch nach der Sterilisation bestehen.
Fazit:
Die Kastration bietet mehr Vorteile als die Sterilisation. Soll ein Tier unfruchtbar gemacht werden, ist in der Regel bei beiden Geschlechtern aus tierärztlicher Sicht die Kastration anzuraten. Kätzinnen werden mit etwa 9 Monaten, Kater mit etwa 7 Monaten - je nach Entwicklungsstand - kastriert. Die Kätzinnen sollten am OP-Termin nicht rollig sein. Beide Geschlechter dürfen mind. 12 Stunden vor der OP nicht mehr gefüttert werden.
Warum kastrieren?
Ein Katzenpaar kann bis zu zweimal im Jahr Nachwuchs bekommen. Einmal angenommen, dass aus dem Wurf (2 - 6 Kitten) durchschnittlich nur 3 Katzenkinder überleben, sind das nach nur 10 Jahren bereits über eine Million Kätzchen! Die Katzenpyramide macht es deutlich:
Dieser Schar an Katzenkindern kann man nur mit Kastration begegnen. Je mehr Katzen kastriert werden, desto geringer fällt diese Katzenpyramide aus. Leider gibt es heutzutage immer noch viele Leute, die glauben, dass ihre Katze mindestens einmal geworfen haben muss. Dabei meinen sie immer wieder, dass eine Katzenmama eine viel glücklichere Katze sei. Tatsächlich geht es nur um das eigene Ego, denn wer möchte nicht gerne auch einmal Katzenkinder sein eigenen nennen? Und später, wenn sie einmal größer geworden sind und kostspielig werden? Auch hier heißt es vielmals: "Wir kennen viele im Bekanntenkreis, die eine junge Katze aufnehmen würden...".
Wie vielen Katzen in Tierheimen könnte geholfen werden, wenn diese Bekannten ein Kätzchen oder Katerchen aus dem Tierheim aufnehmen?
Da die Mehrzahl der abgeschobenen Tiere bereits älter ist, bleibt ihnen nur der neidvolle Blick auf die jungen Wilden... bis man sich im Tierheim trifft.
Gebt auch den älteren Tieren eine Chance, denn auch sie freuen sich auf ein liebevolles Zu hause!!!
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