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Damit sich der kleine Tiger auch wohl fühlt
Was Katzen brauchen - was Katzen wollen
Schüssel und Napf - das Katzenservice
Beides am besten aus Keramik oder Porzellan. Manche Katzen können
eine Kontaktallergie gegen Plastikschüsseln entwickeln. Kein
Nassfutter in Schüsselchen aus Chromargan geben, es verdirbt
schnell. Den Wassernapf von der Futterschüssel entfernt aufstellen.
Katzen trinken nicht dort, wo sie fressen, sondern wandern bis zu
ihrer Wasserstelle. Der Wassernapf sollte 1-2 Liter fassen.
Futter - Katzen würden Mäuse fressen
Immer hochwertiges Nassfutter oder Trockenfutter in verschiedenen
Geschmacksrichtungen verwenden, keine Essensreste. Ab und an ein
Ei, etwas Gemüse wie Mais oder ungeschälter Reis - alles gut gekocht
- schaden nicht. Auch Frischfleisch (außer Schwein) kann in kleinen
Stücken gefüttert werden. Katzengras hilft, die im Magen befindlichen
Haarballen von der Fellpflege zu erbrechen.
Wasser - ist nur zum Trinken da
Katzen brauchen reichlich Wasser, vor allem dann, wenn sie viel
Trockenfutter fressen. Leitungswasser wird wegen dem Chlor meist
verweigert. Besser angenommen wird Wasser, das abgekocht oder
abgestanden ist. Auch Zimmerbrunnen erfreuen sich großer
Beliebheit. Milch ist für Katzen nicht geeignet! Früher oder später
reagiert jede Katze auf Milch mit Durchfall.
Katzenklo - und die Katze bleibt auch froh
Katzen benützen verschiedene Orte, um Kot und Harn abzusetzen.
Daher müssen Sie mindestens zwei Katzentoiletten in der Wohnung
anbieten, die jederzeit frei zugänglich sind. Sie sollten nicht
nebeneinander stehen, denn zwei Katzentoiletten am gleichen Platz
zählen für eine. Die Mindestgröße ist 30 x 40 cm, aus pflegeleichtem
Material z.B. Hartplastik.
Regelmäßige Reinigung und frische Einstreu sind Pflicht. Nehmen Sie
einen neutralen Reiniger ohne Ammoniak. Die Einstreu muss
geruchsneutral und asbestfrei sein, keine Frischedüfte verwenden.
Ein Hinweis zu geschlossenen Katzentoiletten: Ob mit oder ohne
Filtereinrichtung, mit oder ohne Klapptür, es staut sich der Geruch in
diesem kleinen Plastikraum und die Katze mit ihrer feinen Nase wird
von Ihnen gezwungen, sich in konzentrierten Ammoniakdämpfen
aufzuhalten.
Spielzeug - Animationsprogramm für Katzen
Regelmäßige Spiele sind gerade für reine Stubentiger ein unbedingtes
Muss um Langeweile, Übergewicht, Hyperaktivität und Aggression zu
vermeiden. Eine Spielerunde sollte schon mindestens 15 Minuten
dauern, damit das kleine Raubtier seine Energien los wird.
Interessantes Katzenspielzeug: Katzenangel, Kartons in
verschiedenen Größen mit Löchern, Papiertüte (ohne Henkel!), leicht
zerknülltes Packpapier, Tischtennisball, Klopapier- und Küchenrollen
oder kleine Spielmäuse.
Vorsicht bei Spielsachen, die verschluckt werden können wie
elastische Schnüre, Geschenkbänder, Gummispielsachen,
Moosgummi, Kinderschnuller, Wollknäuel, Nadeln oder Kabelbinder.
Kratzen - in geordneten Bahnen
Verschaffen Sie ihrer Katze auf jeden Fall die Gelegenheit, die Krallen
zu wetzen und dadurch auch ihre Dominanz zu zeigen. Denn Katzen
kratzen in erster Linie, um sich geruchlich zu präsentieren und ihre
soziale Sicherheit zu bestätigen. Kratzbäume, Kratzbretter oder
Kratzmatten sind deshalb, zumindest bei Wohnungskatzen, für den
häuslichen Frieden unerlässlich.
Als Material kommt entweder weiches Naturholz oder naturtextiles,
faserndes Gewebe in Frage. Auch Fußabstreifer aus Kokos oder Sisal,
Jute- oder Seegrasmatten sind geeignet. Selbst ein altes Stück
Teppich oder ein alter Holzbock finden Gefallen.
Bei sisalumwickelten Kratzbäumen sollte die Wicklung nicht zu straff
sein, sonst bleibt die Katze mit ihren Krallen darin hängen.
Schlafen - die Lieblingsbeschäftigung
Katzen lieben warme, trockene und geschützte Orte. Ob Körbchen
oder Kiste, Katzen suchen sich den für sie geeigneten Schlafplatz
schon selbst aus. Katzen lieben erhöhte Sitzplätze, und brauchen sie,
um sich sicher zu fühlen.
Wenn Sie einen reinen Stubentiger haben, müssen sie ihm
ausreichend Möglichkeiten für Klettertouren und erhöhte Sitzplätze
anbieten. Selbstverständlich sollten Balkon oder Terrasse katzensicher
sein. Auch Kippfenster sind für viele Katzen schon zur tödlichen Falle
geworden.
Noch einen Moment bevor Sie eilig Ihr Samtpfötchen aus seinem
Transportkorb rauslassen.
Ein Rundumblick: Ist die Haustüre zu? Sind alle Fenster und Balkonoder
Terrassentüren geschlossen? Alle Schlupfwinkel, in denen sich
kleine Katzen verkriechen können, verbarrikadiert? Bereits ein
Katzenklo bereitgestellt? Eine mögliche Katzenklappe geschlossen?
Der Hund unterwegs beim Spaziergang?
Dann ist alles o.k. Sie können den Transportkorb öffnen und ihren
Familienzuwachs willkommen heißen. Setzen Sie sich einfach
gemütlich hin und und lassen Sie ihrem Neuankömmling Zeit seine
neue Umgebung in aller Ruhe zu erkunden.
Für kleine Katzen geben Sie vorerst nur einen Teil der Wohnung zur
Besichtigung frei. Wenn es aufgeregt ist und kläglich miaut, dann
antworten Sie leise mit seinem Namen.
Erwachsene Katzen erkunden auf ihrem Rundgang zunächst die
untere Ebene einer Wohnung und machen dann erst einen zweiten
Durchgang auf die höhergelegenen Stellen. Also von der Fensterbank
auf die Lehne der Sitzgarnitur, kurz bei Ihnen vorbei und weiter aufs
Bücherregal.
Wenn Sie von nun an die grundlegenden Bedürfnisse Ihrer Katze
erfüllen und Ihrem neuen Freund ein artgerechtes und
abwechslungsreiches Leben bieten, wird er es Ihnen mit vielen
schönen Erlebnissen danken.
Hurra - und endlich ist der Tiger da
Konstanze Schwenk Tierheilpraktikerin Mobile Praxis für Kleintiere
Eichenweg 12 75228 Ispringen Telefon: 0171/37 887 68
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