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Presse
14.04.2010 Der Bürgermeister informiert
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Katzen sind neben Hunden der Deutschen liebstes Haustier. Leider können sich Katzen aber auch zu einem ernsthaften Problem entwickeln, wenn die Population unkontrolliert zunimmt. Dies betrifft zwar in erster Linie herrenlose Katzen, deren Anzahl in vielen Gemeinden stetig steigt. Hier können aber auch Besitzer von Katzen mit Freigang einen wichtigen Beitrag leisten, damit sich Katzen in der Gemeinde nicht ungewollt vermehren.
Östlich des Wohngebiets Hundsbaum wurden im vergangen Herbst 7 wilde Katzen gesichtet. Diese wurden
von Privatpersonen den Winter über angefüttert und im Frühjahr in Zusammenarbeit mit dem Verein „Tierschützer & Tierversuchsgegner Pforzheim e.V.“ eingefangen und kastriert bzw. sterilisiert. Ein Teil der Katzen konnte an Privathaushalte vermittelt werden, zwei Katzen fanden auf einem Bauernhof in Neuhausen als Mäusefänger eine neue Berufung.
In diesem Zusammenhang appelliere ich an alle Katzenbesitzer Verantwortungsbewusstsein an den Tag zu legen und ihr Haustier kastrieren oder sterilisieren zu lassen, wenn dieses Freigang hat.
Ein Katzenpaar kann bis zu zweimal im Jahr Nachwuchs bekommen. Bei der Annahme, dass aus einem Wurf (2 - 6 Kätzchen) durchschnittlich nur 4 Katzenkinder überleben, kann sich der Nachwuchs wie folgt fortpflanzen:
•1 Jahr 8 Katzen
•2 Jahre 32 Katzen
•3 Jahre 128 Katzen
•4 Jahre 512 Katzen
•5 Jahre 2.048 Katzen
•6 Jahre 8.192 Katzen
•7 Jahre 16.384 Katzen
•8 Jahre 65.636 Katzen
•9 Jahre 262.114 Katzen
•10 Jahre 1.048.576 Katzen
Dieser enormen Vermehrung kann nur mit Kastration oder Sterilisation begegnet werden. Je mehr Katzen kastriert werden, desto geringer fällt diese Katzenpyramide aus. Leider glauben viele Katzenbesitzer, dass ihre Katze mindestens einmal geschlechtsreif gewesen sein oder einmal geworfen haben muss, ehe eine Kastration durchgeführt werden kann. Das ist ein Irrtum! Katzen können bereits vor der ersten Geschlechtsreife mit ca. 7 Monaten kastriert werden.
Bei Fragen um Kastrationen und Sterilisationen wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt.
Quelle: www.tierschuetzer-pforzheim.de
Tierschützer & Tierversuchsgegner Pforzheim e.V.
Mit freundlichen Grüßen
Heiko Faber
Bürgermeister