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Geschäftsbericht 2010
Verein der Tierschützer & Tierversuchsgegner e.V Pforzheim
Kastrationsaktionen in verschiedenen Gemeinden / Beispiele:
Bad Wildbad: Vermehrung von "zurückgelassenen" Katzen in Wohngebiet. Mit Hilfe der Anwohner konnten 7 Kätzinnen kastriert werden.
Kieselbronn: In einem verlassenen, verwilderten Garten wurden 7 Katzen entdeckt, die nicht nur für Nachwuchs hatten, sondern auch bei ihrer Nahrungssuche im angrenzenden Wohngebiet für Unmut bei den Bürgern und Gartenbesitzern sorgten, weil diese sich über die "Hinterlassenschaften" ärgerten. Mit persönlicher Unterstützung und Engagement der Ehefrau des Bürgermeisters, die alle Katzen zur Kastration eingefangen hat, und selbst dem Katzennachwuchs ein Zuhause gegeben hat, konnte das Katzenproblem gelöst werden. Für 3 Katzen konnte mit ihrer Hilfe ein Zuhause bei einem Landwirt gefunden werden. Besonders gefreut hat uns, dass der Bürgermeister auf der Gemeinde-Homepage einen sehr hilf-reichen Artikel zum Thema Verantwortung der Tierhalter und Kastration veröffentlich hat.
Nochmals unseren herzlichsten Dank, wir würden uns freuen, wenn dieses Engagement eines Bürgermeisters in weiteren Gemeinden Schule machen würde.
Pforzheim: In verschiedenen Wohngebieten konnten insgesamt 13 Strassenkatzen
kastriert werden, die alle von Tierfreunden künftig gefüttert werden, da sie nicht
vermittelbar sind.
Eisingen: Beim Schützenhaus wurden "plötzlich" aus 2 Katzen - 6 Katzen und bevor
sich noch weiterer "Nachwuchs" einstellen konnte, wurde von den Anzeigenden in
Zusammenarbeit mit der sehr engagierten Tierfreundin Frau Fränkle aus Königsbach
in einer konzentrierten Aktion alles kastriert.
Information zu der Tätigkeit von Frau Fränkle: Sie ist seit Jahren in ihrer Gemeinde
in Sachen Katzenschutz und unzähligen Kastrationsaktionen unterwegs. In ihrem
Garten versorgt sie 20 verwilderte Katzen, sie nimmt Katzen auf und vermittelt sie
in Eigenregie. Und all das fast ausschließlich auf eigene Kosten. Ein Engagement im
das in der heutigen Zeit selten geworden ist, und Anerkennung verdient.
Tiefenbronn: Immer noch hat Frau Buschmann in Tiefenbronn mit weiteren Katzen-
elend im Industriegebiet Tiefenbronn zu kämpfen. 2010 wurden wieder 6 Katzen
kastriert. Frau Buschmann hat verschiedene Futterstellen eingerichtet, an denen
sich täglich bis zu 25 Katzen einfinden.
Anzeige Zuchthasenhaltung in Dillweißenstein bei Stadt-Veterinäramt Juli 2010:
Im Juli konnten wir eine Anzeige aufgrund einer schriftlichen Aussage der betreuenden Person erstatten. Ein Kleintierzüchter, der seine Stallungen auf dem Kleintierzüchterverein Dillweißenstein hat, wurden die Haltungsbedingungen und Versorgungsbedingungen von rund 40 Zuchthasen angezeigt. Anzeigegründe: Ställe zu eng und zu klein, kein Einstreu, Haltung auf blanken Holzboden im eigenen Mist. Maßnahmen von seitens der Behörden wurden eingeleitet.
Vor- und Nachkontrollen wurden von den Pflegestellen in Eigenverantwortung durchgeführt. Es ist schon seit jeher bei uns üblich, dass die Personen, die Tiere aufnehmen, päppeln und pflegen - entscheiden, wer das Tier erhält. Dabei sind die Richtlinien unserer verbindlichen Schutzverträge mit Kastrationszwang Grundlage für die Abgabe. Im Jahr 2010 gab es keinerlei Beanstandungen im Vermittlungs- bereich, im Gegenteil wir erhielten durchweg positive Rückmeldungen über die Entwicklung der Tiere.
Einfangaktion in Bretten: Familie Ast konnte in mühsamer Kleinarbeit in einem neu zu bebauenden Gelände in Bretten 8 Katzen retten, u.a. 2 Babykatzen. Und alles kurz vor bevor die Bagger kamen und die ehemaligen Strebergärten platt machten. Vorangegangen war schon die Unterbringung und Umsiedlung von vielen Igeln, die dort ihren Lebensraum hatten.