Tierschützer und Tierversuchsgegner e.V


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Grußwort

Geschäftsbericht 2010

30.11.2011


Geschäftsbericht 2010
Verein der Tierschützer & Tierversuchsgegner e.V. Pforzheim

Christa Geßner 1.Vorsitzende


Liebe Mitglieder, liebe Spenderinnen und Spender, liebe Tierfreunde...

Die Zeit vergeht wie im Fluge und wieder liegt ein weiteres Vereinsjahr hinter uns. Ein Jahr auf welches wir mit Zufriedenheit aber in mancher Hinsicht auch mit Traurigkeit zurück blicken. Viele kleine und große Tierschicksale sollten wir zu Papier bringen, aber unsere knappe Zeit verbringen wir mit dem Tierschutzalltag. Trotzdem haben wir immer wieder auf unserer 2010 eingeführten Homepage über Tierschicksale und von dem Ereignisse und Begegnungen berichtet, die das Leben unseres Vereins ausmachen. Mit jeder Geschichte eines Tieres ist ein Tierschicksal verbunden, das uns oft nachdenklich stimmte.

Ich persönlich konnte in dem vergangenen Jahr feststellen, dass es schwer sein wird, den Verein in der jetzigen Form nicht nur finanziell am Leben zu erhalten, sondern auch die Lücken in der Tierschutzarbeit zu füllen. Auch langfristig die Nachfolge für die Vorstandschaften zu regeln wird nicht einfach sein. Es gab wiederholt wenig erfreuliche Situationen zu meistern und es traten etliche Probleme insbesondere in der Tieraufnahme auf, die mir aufgezeigt haben, wie schwach mittlerweile unser Fundament innerhalb des Vereins geworden ist. Obwohl ich gerne auf das eine oder andere Tierschutzproblem verzichtet hätte, wurden fast immer Notlösungen gefunden, die aber mittlerweile ein nicht mehr haltbarer Dauerzustand sind. Aber immer noch bringe ich es nicht über das Herz, Hilfesuchende bei der Tieraufnahme abzuweisen, weil wir "voll sind" oder es die finanzielle Seite eigentlich nicht erlaubt.

Meine über 25-jährige Erfahrung im Verein -davon über 20 Jahre in der Vorstandschaft - und das mit meiner geleisteten Tierschutzarbeit verbundene Bewusstsein etwas Sinnvolles zu tun, waren immer die Triebfedern meines Engagements. Mein Fehler ist und war immer, dass ich meine Erwartungen an die Vereinsmitglieder wenn es um aktive Mitarbeit und Tieraufnahme geht, zu hoch gesetzt habe. Ich musste akzeptieren lernen, dass man nichts erzwingen kann, was nicht geleistet werden möchte. Aber die allgemeine Annahme, dass die Vereinsarbeit und die aktiven Einsätze ganz nebenbei permanent von nur 3-5 Personen erledigt wird, ohne dass etwas auf der Strecke bleibt, muss ich enttäuschen. Vergessen wird bei aller Erwartungshaltung an mich, sämtliche Tierprobleme zu lösen und zu managen, dass wir niemanden haben, der nicht berufstätig ist, der keine Familie hat, oder eigene Tiere oder nur evtl. einmal einen Tag "ohne" Tierschutz verbringen möchte, ohne ein schlechtes Gewissen der Untätigkeit zu haben. In den Mitgliederversammlungen habe ich vermehrt darauf hingewiesen, dass für mich der Fortbestand des Vereins davon abhängig ist, inwieweit wir den uns gestellten Aufgaben noch gerecht werden. Ich stelle das mittlerweile ernsthaft in Frage, da es nicht weniger wird, es wird immer mehr mit weniger Aktiven. Es ist allerdings auch nicht einfach, Aufgaben zuzuweisen, wenn es für die übrigen aus Platz- oder Zeitgründen nur eingeschränkte Möglichkeiten gibt, zu helfen!


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